Fortbildung: Gegen sexuelle Gewalt – Rückfallprävention für sexuell übergriffige Jugendliche

Sexuelle Übergriffe, seien sie verbaler, physischer oder psychischer Art, sind ein wichtiges, aber oft tabuisiertes Thema der pädagogischen Fachdiskussion. Die zertifizierte Fortbildung in 3 Modulen findet vom Dezember 2020 bis zum Juni 2021 in Karlsruhe statt. Am Ende der Weiterbildung kennen die Teilnehmenden grundlegende Aspekte des Misshandlungs- oder Missbrauchskreislaufs, sie können ressourcenorientierte Hilfen zur Krisendiagnostik und -bewältigung anbieten und gemeinsam mit männlichen* Tätern Deeskalationsstrategien für Krisensituationen erarbeiten. Link

 

Von den Kolleg*innen von Ufuq e.V. : Fremd-gemachte Männlichkeit im Migrationskontext.

Nicht selten werden männliche Migranten in Medien als homogene und fremdartige Masse dargestellt, die es für die weiße Mehrheitsgesellschaft als Problem zu bewältigen gilt. Der Geschlechterforscher Dr. Paul Scheibelhofer hat untersucht, welches Geflecht aus Privilegierungs- und Abwertungsmechanismen sich hinter der Problematisierung männlicher Migranten verbirgt. Link

 

Noch freie Plätze beim Fortbildungsangebot von Fokus Jungs!

Jungen*arbeit - wie geht das? Impulse für die pädagogische Arbeit mit Jungen* 14.-15.12.2020

Zeiten:  10:00-17:00 Uhr und 09:00-16:00 Uhr

Inhalt:
Einblicke in die geschlechterreflektierte Pädagogik in der KiTa, Hort, Schule und Kinder- und Jugendarbeit im Rahmen der Lebensverlaufsperspektive.
- Wie erleben wir Jungen* in den Institutionen?
- Wie können wir ihre Situation besser verstehen?
- Wie können wir auf ihr Verhalten angemessen reagieren?

Den Teilnehmenden soll mehr Sicherheit, ein besseres Verstehen, mehr Wissen und eine klarere Position für die pädagogische Arbeit in der jeweiligen Institution mit Jungen* vermittelt werden. Die Kategorie Gender wird im Rahmen der Lebensverlaufsperspektive erläutert und bearbeitet und soll als Querschnittsaufgabe in der Kinder- und Jugendarbeit wahrgenommen werden. Im Rahmen der Fortbildung soll versucht werden, Jungen* in ihrer Situation besser zu verstehen und Handlungsperspektiven in Bezug auf die pädagogische Arbeit mit ihnen zu entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt der Fortbildung besteht darin, die gemachten Erfahrungen in der pädagogischen Arbeit zu reflektieren. Zur Ausschreibung

Aus der Landesfachstelle Queere Jugendarbeit Hessen:

Fachtag „Queere Qualität_en – Fachtag zur Weiterentwicklung queerer Jugendarbeit“ am 20.11.20 in Frankfurt am Main: anmeldung ab jetzt möglich! Weitere Informationen unter: Link

Und neue Fibel „Vielfalt verstehen – Eine kleine Einführung in queere Begriffe“ veröffentlicht!

Die Fibel soll Fachkräften der Jugendarbeit, Multiplikator_innen und ehrenamtlichen Jugendleiter_innen einen leichteren Zugang zu queeren Begriffen ermöglichen und für die Vielfalt im Spektrum LSBT*IQ+ sensibilisieren. Sie lässt sich außerdem bestimmt auch gut in die Bildungsarbeit zu queeren Themen integrieren. Die Fibel wurde in Zusammenarbeit mit Queerulant_in e. V. angefertigt.

Hier können Sie die Fibel auch in gedruckter Form kostenlos bestellen: zur Bestellung

Download der Fibel als PDF

 

Erstes Dossier zum Thema Gleichstellungspolitik für Jungen und Männer

Ministerin Dr. Franziska Giffey legt international erstes Dossier „Gleichstellungspolitik für Jungen und Männer“ vor!

 Hier geht es zum Dossier

 

Sexualität in Zeiten der Corona-Pandemie aus Sicht von Fachkräften der sexuellen Bildung

Das Fachgebiet Medienpsychologie und Medienkonzeption der TU Ilmenau (Prof. Dr. Nicola Döring) hat im April/Mai 2020 zusammen mit dem Institut für Sexualpädagogik (isp) eine Online-Befragung unter Fachkräften der Sexuellen Bildung durchgeführt. Ziel der Studie war es herauszufinden, welche sexualitätsbezogenen Auswirkungen der Corona-bzw. COVID-19-Pandemie die Fachkräfte der Sexuellen Bildung wahrnehmen und welche Unterstützung sie sich wünschen. Nun liegen die Ergebnisse vor. Zu den Ergebnissen

 

Interessante Beiträge von pinkstinks für die Jungen*arbeit!

Beitrag: Wer muss eigentlich vor Homophobie Angst haben?

Wovor haben Menschen Angst, die unter Homophobie „leiden“? Im aktuellen Beitrag in der Schule gegen Sexismus wird sich mit dem Begriff auseinandergesetzt und erklären wieso dieser unpassend ist.Zum Beitrag

 

Beitrag: Wer bestimmt, was nett und was sexistisch ist?

„Das ist doch nett gemeint!“ “Darf man denn jetzt gar nichts mehr sagen?“ “Das ist doch ein Kompliment!“ In „der Schule gegen Sexismus“ wird über den Unterschied zwischen Kompliment und Sexismus gesprochen. Zum Beitrag

 

Schule gegen Sexismus: Wie kann ich auf Sexismus reagieren? 63% aller Frauen und 49% aller Männer haben bereits gegenüber sich selbst oder anderen sexistische Übergriffe erlebt. Das hat die Studie „Sexismus im Alltag” ermittelt, die das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Auftrag gegeben hat. Jede zweite Frau und fast jeder zweite Mann kann sich also an Situationen erinnern, in denen sie Sexismus ausgesetzt waren. Aber: Was sind das eigentlich für Situationen? PinkStinks zeigt in der „Schule gegen Sexismus“ ein paar Beispiel für sexistische Übergriffe – und bietet Möglichkeiten für Reaktionen an. Zum Beitrag

 

 

Literaturempfehlungen:

Buch: Migration, Religion, Gender und Bildung - Beiträge zu einem erweiterten Verständnis von Intersektionalität

Im Zentrum dieses Bandes von Meltem Kulaçatan und Harry Harun Behr (Hg.) stehen nationale und internationale Querschnittsperspektiven von Gender, Flucht und Migration im Zusammenhang mit Bildung und staatlichen Regulierungsmaßnahmen. Da die Diskurse rund um Fluchtmigration zunehmend religionsbezogen geführt werden, wird die Forschungsperspektive auch für Fragen der Religion geöffnet. Zum Verlag

 

Buch: Die Bedeutung von Klasse. Warum die Verhältnisse nicht auf Rassismus und Sexismus zu reduzieren sind

Die afro-amerikanische Feministin Bell Hooks verknüpft in diesem Buch einen sehr persönlichen und autobiografischen Zugang mit einer grundlegenden Gesellschaftsanalyse und Kulturkritik. Hooks denkt Klasse stark vom Alltag und von sozialen Bewegungen her, die sie im Hinblick auf ihre Klassenpolitiken kritisiert und auf ihre Potenziale hin befragt. Dabei liefert sie differenzierte und empirisch fundierte Analysen zu den Verknüpfungen von Rassismus, Sexismus und Kapitalismus/

Klassismus.Zum Verlag

 

Buch: Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen

Wenn du dich aufgrund der jüngsten Ereignisse mit dem Thema "Rassismus" auseinandersetzen möchtest und dich fragst, was du als weiße Person tun kannst, dann bietet dieses Buch einen guten Einstieg. Zum Verlag

 

Buch: Schwarz sein in einer rassistischen Welt. Warum ich darüber immer noch mit Weißen spreche.

Die Autorin Ijeoma Oluo schreibt über das Gefühl, das sie hatte, als ihr Sohn seine Hand auf ihre legte und sagte: „Unsere Haut hat ja den gleichen Braunton“– und über die Diskriminierung gegenüber Schwarzen jungen Männern*. Darüber, dass eben diese so oft direkt oder indirekt von der Schule ins Gefängnis kommen, dass es schon eine eigene wissenschaftliche Bezeichnung dafür gibt: school-to-prison-pipeline. Über die Polizeigewalt in den USA und über Massenverhaftungen von Afro-Amerikaner*innen. Gleichzeitig schafft es Oluo, Diskurse über die Vor-und Nachteile identitätspolitischer Kämpfe verständlich und den Begriff der Intersektionalität einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Zum Verlag

 

 

Aus der Bildungsstätte Anne Frank:  Blickwinkel-Tagung: Jetzt anmelden!

Unser diesjähriges antisemitismus- und rassismuskritisches Forum für Bildung und Wissenschaft "Blickwinkel" beschäftigt sich unter dem Titel "Von Strippenziehern und Terroristen" mit Ressentiments gegen Jüdinnen und Juden und Muslim*innen in der postnationalsozialistischen Gesellschaft. Montag, 7. und Dienstag, 8. Dezember in Frankfurt am Main Anmeldung zur Tagung

 

Bola, JJ. Sei kein Mann. Warum Männlichkeit ein Alptraum für Jungs ist. Hanser 2020.

In der Ära von Trump, #MeToo und Attentätern wie in Halle oder Hanau ist Männlichkeit kein positiver Begriff mehr. Eigentlich müsste der Titel dennoch anders weitergehen, denn der Londoner Aktivist und Sozialarbeiter JJ Bola sucht Auswege aus der Krise. Er betrachtet Einflüsse aus nichtwestlichen Traditionen, aus Popkultur und der LGBTQ+-Community und zeigt, wie vielfältig Männlichkeit sein kann. JJ Bola lädt in versöhnlichem Ton ein zum Gespräch zwischen verhärteten Fronten. Denn erst wenn sich auch Männer* und der Begriff von Männlichkeit verändern, wird es echte Geschlechtergerechtigkeit geben. zur Verlagsseite

weiter dazu:

In dem Projekt „Halte.Punkt“ (pro familia Friedberg) geht es um den Schutz vor sexualisierter Gewalt für Jungen ab 12 Jahren.

Die Arbeit im Projekt besteht beispielsweise aus Präventionsveranstaltungen für pädagogische Fachkräfte, Arbeit mit Schulklassen (Projekt „starke Kids“ mit Wildwasser Wetterau) und Beratungsgesprächen für Betroffene, Angehörige, Fachkräfte und alle anderen, die mit dem Thema zu tun haben. Inhaltlich kann es in der Beratung beispielsweise um die Themen Umgang mit sexualisierter Gewalt, Anzeige und Strafverfahren oder emotionale und soziale Stabilisierung gehen. 

Die pro familia Beratungsstelle in Friedberg bietet Beratungen für Jungen ab dem 12. Lebensjahr an, die sexuelle Gewalt erfahren haben. Des Weiteren können sich auch Eltern, Angehörige und pädagogische Fachkräfte zum Umgang mit Gewalterfahrung beraten lassen. Die Beratung ist kostenfrei. Das Angebot der sexualpädagogischen Beratung
richtet sich auch an junge Menschen mit Behinderung, die von sexueller Gewalt betroffen sind. Flyer

 

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Jungen*arbeit hat hier ihren neuen Clip zu „Was ist Jungen*arbeit?“

Veröffentlicht! Hier geht es zum zum Film

 

Veröffentlichung des Paritätischen Gesamtverbandes:

Verbandsmagazin des Paritätischen zu Queer

Der Schwerpunkt des aktuellen Verbandsmagazins des Paritätischen heißt "Queer", es geht also um Lesben, Schwule, Bi-, Trans-, Intersexuelle und alle andere Menschen, die nicht in das heteronormative Raster passen. In der Ausgabe wird sich mit den Bedürfnissen queerer Menschen und queerer Arbeit beim Paritätischen beschäftigt. Es gibt Reportagen und Berichte über Schwule und Lesben mit Behinderung, queeres Leben im Alter und auf der Flucht und über Aufklärungsarbeit in ungewöhnlicher Form. Download Magazin

PARITÄT: Handreichung: "Umgang mit Hass und Hetze in Sozialen Medien". Mit Erstarken der Rechten   intensiviert   sich   deren   Strategie, politische   Gegner*innen   gezielt   zu   diffamieren, einzuschüchtern und zu bedrohen, bevorzugt in den Sozialen Netzwerken. Dies betrifft auch Träger der Sozialen Arbeit und der Freien Wohlfahrt, die auch mit marginalisierten gesellschaftlichen Gruppen zusammenarbeiten und eindeutig Position für eine offene, tolerante und vielfältige Gesellschaft beziehen. Die vorliegende Handreichung des Paritätischendient der Hilfestellung und Prävention. Sie bietet einen knappen Einstieg in das Themenfeld und konzentriert sich auf Praxistipps.zur Handreichung